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Start einer neuen Ära im Güterverkehr

Mit der Gesamtfertigstellung bietet das deutlich erweiterte ÖBB Güterzentrum Wolfurt noch mehr Kapazität, Wirtschaftlichkeit und Service. Die neue Terminallogistik sorgt für eine noch raschere Abwicklung aller Umschlagprozesse: Ein enormer Mehrwert für Wirtschaft und Umwelt.


Im Dezember 2014 startete der Ausbau. Die Erweiterung war unumgänglich: aufgrund der steigenden Nachfrage und auch der veränderten Marktbedürfnisse. In drei Großbauphasen wurden die Arbeiten bei laufendem Betrieb umgesetzt.

Starker Treiber für die lokale Wirtschaft

Das neue Güterzentrum schafft großen Mehrwert für die stark exportorientierte Vorarlberger Wirtschaft und für die gesamte Bodenseeregion. Damit werden die ÖBB einmal mehr ihrer Rolle als größter Bauherr und Wirtschaftsturbo Österreichs gerecht. In das Projekt wurden über den Rahmenplan aus Mitteln des BMVIT knapp über 60 Millionen Euro investiert. Zudem wurde die Planung zu 50 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Heute bietet das Güterzentrum Wolfurt 1.700 Vollcontainerlager-Stellplätze im unmittelbaren Kranbereich sowie 3.500 Leercontainerlager-Stellplätze im nördlichen Bereich des Güterzentrums. Die Fläche wurde um rund 50 Prozent auf 106.000 m² erweitert. Damit gibt es genügend Kapazitäten für die künftigen Herausforderungen im Bahngütertransport.

Neue Containerladegleise und neue Kräne

Ein wesentliches Merkmal der Ausbaumaßnahmen im Güterzentrum Wolfurt ist die komplette Neugestaltung der Gleiskonfiguration. Ziel war es, alle Containerzüge ohne Verschub der Waggons an den kranbaren Bereich heranzuführen. Mit der Gesamtfertigstellung können die Containerzüge direkt von der freien Strecke in die Anlage einfahren. Der Zeitaufwand für den Verschub entfällt somit vollständig. Das Herzstück der Anlage bilden die vier - bis zu 750 Meter langen - Containergleise, die auf je 600 Metern von den beiden riesigen Containerkränen neuester Bauart "Made in Vorarlberg" erreicht werden. Dank der neuen Containerkräne ist die rasche und effiziente Manipulation der Container zwischen Straße und Schiene sowie von einem Zug auf den anderen gewährleistet. In Summe wurde die mögliche Kapazität im Bereich des Containerumschlages auf rund 190.000 Transporteinheiten pro Jahr gesteigert.

Öko-Auszeichnung für neue ÖBB Gebäude in Wolfurt

Besonders wichtig war beim Ausbau auch die ökologische Gestaltung der Logistikzone. Bei jedem Planungsschritt wurde die Nachhaltigkeit der Gebäude berücksichtigt. Das erfreuliche Ergebnis: Der gesamte Planungsprozess sowie die Bauausführung der Werkstatt wurden durch die "Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen" ausgezeichnet. Durch ihre Initiative leisten die ÖBB auch in Wolfurt einen Beitrag zur Erreichung der österreichischen Klimaziele.