Bevor ein Zug im regulären Personenverkehr unterwegs sein kann, muss er zeigen, was er kann: auf der Strecke, unter realen Bedingungen und nach den Vorgaben der jeweiligen Infrastruktur. Genau dafür hat die RCG einen italienischen Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia, Teil der italienischen Staatsbahn, nach Österreich gebracht. Die Garnitur des Typs Frecciarossa 1000 wird in Österreich auf der heimischen Infrastruktur geprüft – als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zulassung für den Personenverkehr.
Von Italien nach Österreich
Die Reise des Zuges startete in Osmannoro in Italien. Von dort wurde die Garnitur mit Schleppkupplung über Tarvis und weiter nach Wien-Kledering überstellt. Damit die Hochgeschwindigkeitsgarnitur sicher in den Transport eingebunden werden konnte, kamen Kuppelwagen zum Einsatz. Diese wurden auch nach der Anlieferung in Österreich für anschließende Testfahrten noch mehrere Tage benötigt. Für die RCG bedeutete das: Der Transport endete nicht mit der Ankunft des Zuges, sondern umfasste auch die Bereitstellung und Koordination des benötigten Equipments.
Spezialtransport auf Schiene
Solche Überstellungen sind keine Standardverkehre. Fahrzeug, Strecke, technische Anforderungen und Zeitfenster müssen genau aufeinander abgestimmt werden. Besonders auf einer internationalen Achse wie über Tarvis braucht es Erfahrung, Planungssicherheit und eine enge Koordination aller Beteiligten. Die RCG organisierte die komplette Überstellung als durchgängige Logistiklösung: von der Transportplanung inklusive aller dafür benötigten Zulassungen in Italien bis zur Anlieferung in Österreich.
Bereit für den nächsten Schritt
In Österreich wird die Garnitur nun für Testfahrten auf der heimischen Infrastruktur eingesetzt. Dabei geht es um Prüfungen wie Geschwindigkeit und Fahrverhalten – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Freigabe für den Personenverkehr. Für die RCG stand dabei die Transportlösung im Mittelpunkt: Sie brachte das Fahrzeug sicher dorthin, wo es für den nächsten Zulassungsschritt gebraucht wurde. So zeigt die RCG, dass Schienengüterverkehr weit mehr kann als klassische Gütertransporte – nämlich auch komplexe Fahrzeuge zuverlässig auf die Schiene bringen.
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16.06.2026
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