Koralmbahn: eine Million Tonnen in 100 Tagen

Die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) zieht nach 100 Tagen Güterverkehr auf der Koralmbahn eine positive Bilanz: Mehr als 1.050 Güterzüge sind bereits über die neue Strecke gefahren.

RCG-Vorstand Christoph Grasl und Alpacem-Geschäftsführer Bernhard Auer an einem Industrieterminal

Seit Anfang November 2025 ist die Koralmbahn für den Güterverkehr in Betrieb – und zeigt Wirkung. Durch die neue Verbindung werden Transportwege verkürzt, zusätzliche Kapazitäten geschaffen und so den Logistikstandort Österreich gestärkt. In den ersten 100 Tagen hat die RCG rund 1.050 Güterzüge mit mehr als 21.000 Wagen über die neue Strecke abgewickelt und dabei über eine Million Tonnen Güter transportiert. „Dank der zusätzlichen Kapazitäten können wir unseren Kunden deutlich schnellere Verbindungen innerhalb Südösterreichs und in Richtung der Adriahäfen anbieten. Damit stärken wir Österreich nachhaltig als Logistikdrehscheibe im Herzen Europas“, sagt Christoph Grasl, Vorstand der RCG.

Einzelwagenverkehr profitiert besonders 

Gerade im Einzelwagenverkehr sorgt die Koralmbahn für direktere Transporte, da Umwege über Knittelfeld, Leoben und Frohnleiten entfallen. Davon profitieren auch Kunden der RCG – etwa Alpacem Austria, das seit Jahren auf die umweltfreundlichen Bahntransporte der RCG setzt. Im Einzelwagenverkehr transportiert die RCG unter anderem Hochofenschlacke, Klinker, Gips und Asche durch Österreich und bis nach Italien. „Die Koralmbahn bringt für uns noch verlässlichere und effizientere Transporte und bestärkt uns darin, unsere Logistik konsequent auf die Schiene zu setzen. Gleichzeitig ermöglicht uns die neue Strecke, Transporte nachhaltiger und im Sinne der grünen Transformation durchzuführen. Die enge Zusammenarbeit mit der ÖBB Rail Cargo Group zeigt, wie leistungsfähig und klimafreundlich Schienengüterverkehr heute sein kann“, so Bernhard Auer, Geschäftsführer von Alpacem Austria.

Effizienzschub auf der Südachse 

Gemeinsam mit der bestehenden Strecke über den Neumarkter Sattel verfügt die Südachse nun über vier Gleise. Das erhöht die Kapazität um bis zu 30 Prozent – ein wesentlicher Faktor, um noch mehr Transporte auf die nachhaltige Schiene zu verlagern. Die volle Wirkung der Koralmbahn wird sich mit der Fertigstellung weiterer Großprojekte – wie dem Semmering-Basistunnel – noch weiter entfalten.

13.02.2026