Modernisierte Bahnstrecke stärkt Verbindungen in Südosteuropa

Die erneuerte, 350 Kilometer lange Strecke zwischen Budapest und Belgrad bietet mehr Kapazität und kürzere Wege – und stärkt das Netzwerk der ÖBB Rail Cargo Group (RCG) in der Region.

ÖBB-Lokomotive zieht Güterwagen der Rail Cargo Group auf einer Bahnstrecke

Ein wichtiger Schritt für Ungarn und das Logistiknetz in Südosteuropa: Im Februar 2026 wurde der regelmäßige Güterzugverkehr auf der modernisierten Bahnstrecke zwischen Budapest und Belgrad offiziell aufgenommen. Die rund 350 Kilometer lange Strecke macht den Transport zwischen den beiden Hauptstädten deutlich leistungsfähiger und verbessert die Anbindung der Region an zentrale europäische Transportkorridore. Besonders für Warenströme aus den griechischen Häfen, etwa aus Piräus, oder aus Fernost nach Europa ermöglicht die neue Infrastruktur künftig schnellere und effizientere Weitertransporte.

Mehr Kapazität und zuverlässigere Abläufe 

Mit der Modernisierung der Bahnlinie – davon 166 Kilometer in Ungarn – wurde die Infrastruktur deutlich verbessert. Die Strecke ist nun zweigleisig und elektrifiziert und kann in Ungarn bis zu 740 Meter sowie in Serbien bis zu 550 Meter lange Güterzüge aufnehmen (mit Sondergenehmigung bis zu 650 Meter). Dadurch steigen Kapazität und Zuverlässigkeit spürbar, während Transporte planbarer werden.

Direkter Weg zum Rail Cargo Terminal - BILK 

Ein weiterer Vorteil betrifft den Verkehr rund um Budapest. Güterzüge aus dem Süden können nun direkt zum Terminal BILK fahren, ohne den stark ausgelasteten Knoten Ferencváros zu durchqueren. Das vereinfacht Abläufe, verkürzt Wege und entlastet einen der wichtigsten Bahnknoten des Landes.

16.03.2026