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Grüne Versorgung für europäisches Jahrhundertprojekt

Am 1. Juli erfolgte der feierliche Tunnelanschlag für das Baulos „Pfons-Brenner“ des Brenner Basistunnels – dem größten europäischen Infrastrukturprojekt. Die Versorgungstransporte für das größte Baulos erfolgen umweltfreundlich. Eine eigens dafür errichtete Anschlussbahn macht´s möglich.

Eine moderne Eisenbahninfrastruktur ist Voraussetzung für nachhaltige Mobilitäts- und Transportsysteme. Dafür sorgen unzählige Bauprojekte der ÖBB-Infrastruktur im Herzen Europas. Voll im Gange ist der Bau des Brenner Basistunnels, der Österreich und Italien miteinander verbindet. Mit der Einmündung in die bestehende Eisenbahnumfahrung Innsbruck ist der Tunnel 64 Kilometer lang und damit künftig die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Am 1. Juli erfolgte der feierliche Tunnelschlag für das größte Baulos „Pfons-Brenner“ und zugleich der südlichste Bauabschnitt des Brenner Basistunnels auf österreichischem Projektgebiet. Versorgt wird die Baustelle durch die Rail Cargo Group – und das umweltfreundlich. In der Anfangsphase werden täglich bis zu 630 Tonnen Sand und Kies vom Kieswerk in Schönwies, Tirol, direkt zur Baustelle transportiert. Ab September erfolgt eine tägliche Anlieferung mit Ganzzügen von 17 Wagen. Dann werden täglich 1.100 Nettotonnen Baustellenmaterial umweltfreundlich angeliefert, bis Ende des Jahres sollen es bis zu 60.000 Tonnen Transportvolumen sein.

Drei Gleisanschlüsse für die Umwelt

Vor Ort wird der Sand zu Spritzbeton verarbeitet und sichert damit den Ausbruchsstollen. Möglich macht das die direkte Anschlussbahn, die bereits 2007 für das Jahrhundertbauprojekt geplant und 2016 fertig gestellt wurde. Direkt von der Brennerstrecke zweigt die Anschlussbahn Wolf mit drei Anschlussgleisen ab und führt direkt zur Logistikfläche des Bauloses. Würde das gesamte Transportvolumen an Sand vom Kieswerk mit Lkw angeliefert werden, wären 4.500 Lkw-Ladungen erforderlich – und das im bereits vom Transitverkehr geplagten Tiroler Wipptal. Schön, dass die Versorgung der Baustelle umweltfreundlich ist und dadurch 246 Tonnen CO2 eingespart werden.