Noah´s Train geht um die Welt

Ein Zug, ein Klimabotschafter, 12 Zwischenstopps in ganz Europa, 17 Container designed von internationalen Street Artists, 200 Meter Kunstwerk, 19 führende europäische Schienengüterverkehrsunternehmen sowie Interessensverbände, tausende erreichte Menschen, eine Initiative, ein Ziel.

Morgen macht sich Noah´s Train bereit, die Segel nach Chile zu setzen. Mit ihm geht nun auch seine Botschaft um die Welt: die Bahntransporte bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen.

Was im Dezember 2018 bei der Weltklimakonferenz COP24 mit zwei Containern im polnischen Katowice begann, wurde zu einer starken europäischen Bewegung. Und zum längsten mobilen Kunstwerk. Rail Freight Forward (RFF), eine Koalition europäischer Güterbahnen, unter der Initiative der Rail Cargo Group, hat sich zum Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen des Güterverkehrs auf unseren Planeten drastisch zu reduzieren. Aus diesem Grund wurde eine europaweite Umweltschutz-Kampagne gestartet und Noah's Train auf die Reise durch Europa geschickt und Städte wie Wien, Berlin, Paris, Brüssel, Rom, Luxemburg, Madrid und Barcelona besucht. In jeder Stadt, in der Noah’s Train Halt machte, sind kreative Street Artists zusammengekommen, um gemeinsam ein echtes Kunstwerk zu schaffen – das längste mobile Kunstwerk. Mit dem Klimabotschafter wurde der RFF-Initiative eine starke Stimme gegeben, das Klima zu retten.

Ein Kunstwerk für den Klimaschutz

12 Zwischenstopps und 17 von internationalen Streetart-Künstlern gestaltete Container später, erreicht Noah´s Train den Rotterdamer Hafen. Im Zuge eines Events mit hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien wird nun ein Container nach Südamerika verabschiedet. Bei der globalen UN-Klimakonferenz COP25 wird er in Santiago, Chile, die RFF-Botschaft, den Modalanteil des Schienengüterverkehrs zu erhöhen, um Klima, Luftqualität und Mobilität zu verbessern, nun weiter verbreiten.

Wir alle sind gefordert

Der Güterverkehr pumpt jedes Jahr 275 Millionen Tonnen CO2-Emissionen in die Luft. Wir alle können dazu einen Beitrag leisten, den Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr bis 2030 von 18 % auf mindestens 30 % zu steigern. Denn die Vorteile des Schienengüterverkehrs sind signifikant und nachhaltig. In Zahlen bedeutet das, dass die europäischen Güterbahnen auf der Schiene

  • 12-mal weniger externe Kosten für die Gesellschaft als die Straße verursachen
  • einen 6-mal geringeren spezifischen Energieverbrauch haben
  • im europäischen Durchschnitt 9-mal besser in Punkto CO2-Emissionen sind – der ÖBB-Gütertransport auf der Schiene in Österreich verursacht je beförderter Tonne sogar 21-mal weniger CO2 als der Transport mit LKW
  • in Punkto Luftverschmutzung 8-mal besser sind
  • 85-mal weniger Verkehrsopfer verursachen
  • 5-mal besser in Punkto Lärmbelastung sind